17. Spielzeit 2005/2006
Rückblick auf die 17. Spielzeit 2005 / 2006
Über 2.800 zahlende Zuschauer und damit 300 mehr als in vorheriger Spielzeit
Nach der erfolgreichen 16. Spielzeit galt es in der 17. Spielzeit, die beiden großen Erfolge "Bunbury" und "Drei mal Leben" wieder aufzuführen. Nach den guten Kritiken besonders bei 'Drei mal Leben' ("Statt-Theater lieferte mit 'Drei Mal Leben' sein Meisterstück" titelte Die Norddeutsche) musste der Verein den vielen Anfragen nach weiteren Aufführungen gerecht werden. Im September gab es deshalb die 2. Staffel "Bunbury", im November dann die 2. Staffel "Drei Mal Leben". Somit erreichte die Produktion "Bunbury" insgesamt 815 Zuschauer und "Drei Mal Leben" insgesamt 578 Zuschauer. Besonders die Produktionsgruppe um Regisseur Gerd Linke bewies mit "Drei Mal Leben", dass in Bremen-Nord auch anspruchsvollere Inszenierungen sehr wohl ihr Publikum finden.
Erst Ende November startete dann die erste Produktion der 17. Spielzeit - das Kinderstück "Der Drache Gertrud" von Ralf Isau. Dabei gab Ulrich Hatscher, bekannt als Darsteller aus zahlreichen Statt-Theater-Inszenierungen, sein Regie-Debüt. 1.317 Kinder schauten sich dieses Abenteuer an, in dem Dorfbewohner der gefährlichen, aber kurzsichtigen Drachendame Gertrud helfen müssen, wieder richtig sehen zu können und vor allem ihr letztes und einziges Ei auszubrüten.
Im Februar präsentierte das Statt-Theater eine Gastlesung im Kuba. Es wurde "Der Schimmelreiter" von Theodor Storm gelesen, eine Novelle über den Deichgrafen Hauke Haien, basierend auf einer Sage, mit der Storm sich über Jahrzehnte befasste.
Im April und Mai 2006 führte dann das Statt-Theater die preisgekrönte und derzeit besonders durch die französische Verfilmung europaweit beliebte Krimikomödie "Acht Frauen" von Robert Thomas auf. Gastregisseur Jürgen Reiners, vielen bekannt durch seine Regiearbeiten am Union-Theater, inszenierte die spannende Situation von acht Frauen, die, nachdem sie eingeschneit in einer Villa den Hausherren mit einem Messer im Rücken vorfinden und schließlich durch das defekte Telefon auch abgeschnitten von der rechtlichen Welt sind, selber unter sich den Mörder dieses Verbrechens suchen. 990 Zuschauer besuchten die schnell ausverkauften 14 Vorführungen, bei der sogar wegen des großen Andrangs viele Zuschauer wieder nach Hause geschickt werden mussten.
Kurz vor dem Spielzeitwechsel gab es dann auch einen Führungswechsel im Statt-Theater. Dennis Witthus und Christa Präger traten aus beruflichen bzw. persönlichen Gründen bei der anstehenden Vorstandswahl nicht wieder an. Matthias Sabelhaus wurde zum 1. Vorsitzenden, Nora Wölfl zur 2. Vorsitzenden gewählt. Der Verein dankte Dennis Witthus und Christa Präger für Ihre Amtszeit und ihre großen Verdienste im Statt-Theater. Besonders Dennis Witthus bewies schon vor vier Jahren in seiner Funktion als Beisitzer bei der schweren Erkrankung von Max Wölfl den richtigen Führungsstil, durch den dieser Verein trotz der Krise weiterhin lebendig blieb und mit viel Leidenschaft und Anspruch im Sinne von Max Wölfl eine Inszenierung nach der anderen produzierte. Vor zwei Jahren übernahm dann Dennis Witthus als direkter Nachfolger den Vorsitz. Ihm ist es zu verdanken, dass das Statt-Theater nach dem Tod von Max Wölfl weiterhin so erfolgreich existiert.
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